Best Practice in der Pflege: Veränderte Bedürfnisse und Kompetenzen älterer Arbeitnehmer

Im Laufe unseres Lebens verändern sich unsere Kompetenzen stetig und ständig. So ist es auch nicht überraschend, dass wir während unseres Arbeitslebens mit verschiedenen Stärken auftrumpfen können, während wir andere Aufgaben wohl besser anderen überlassen sollten. Wir haben einen Blick auf die Ressourcen bzw. Funktionen geworfen, die uns mit zunehmendem Alter zu wahren Hoch-Zeiten verhelfen sowie auf jene, die klassischerweise etwas nachlassen.

Diese Funktionen nehmen im Alter oft zu
Während jeder ganz verschieden gelagerte Kompetenzen und Entwicklungsfelder hat, so lassen sich doch Funktionen festhalten, die im Alter für gewöhnlich merklich zunehmen. Da wären zum Beispiel:

  • Lebens- und Berufserfahrung
  • Betriebsspezifisches Wissen
  • Urteilsfähigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein
  • Positive Arbeitseinstellung
Alles in allem qualifizieren Sie sich erst mit fortgeschrittenen Jahren für gehobene oder anspruchsvollere  Positionen, da Weitblick, Expertisen sowie ein gewisses „Standing“ erst einmal entwickelt werden wollen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. So spricht ein junges Alter nicht unbedingt für ein Fehlen dieser Qualitäten oder gar gegen eine junge Fachkraft in hoher Position.

Diese Funktionen nehmen im Alter oft ab
  • Körperliche Leistungsfähigkeit
  • Geistige Schnelligkeit bzw. geistige „Beweglichkeit“
  • Geschwindigkeit der Informationsaufnahme
  • Risikobereitschaft
Das bedeutet zum Beispiel, dass Fortbildungen nicht nur stetig durchgeführt werden sollten, sondern sich auch in der Umsetzung an die Teilnehmenden anpassen sollten. Neuerungen im Betriebsablauf, technische Innovationen und dergleichen müssen gekonnt und sensibel an die Mitarbeiter herangetragen werden. Altersgemischte Teams können sich hier optimal in ihren Kompetenzen ergänzen.

Diese Funktionen bleiben im Alter oft gleich
Sie sehen: Es verändert sich für gewöhnlich so einiges. Andere Funktionen dagegen scheinen häufig unberührt zu bleiben. Wenig und tendenziell selten schwanken beispielsweise folgende Funktionen:
  • Leistungs-und Zielorientierung
  • Systemdenken
  • Kreativität
  • Kooperationsfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
Wer also schon immer strebsam war, wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bleiben. Gleiches gilt für Ihren Hang zu guten Ideen und für Ihre Bereitschaft fokussiert und ggf. auch in Gruppen oder mit Partnern an Vorhaben zu arbeiten.

Die genannten Punkte sind wissenschaftlich aus verschiedensten Federn zu Papier gebracht worden. Einen guten Überblick sowie gekonnten Tiefgang bietet das Buch von Manfred Becker (2008): „Optimistisch altern. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde demographiefester Personalarbeit für altersgemischte Belegschaften.“ Hier können Sie sich online durch das Buch blättern. Auch die Seite BibliomedPflege hat sich dem Thema angenommen. Sie finden die detailliert aufgeschlüsselten Inhalte hier: Ältere Mitarbeiter in der Pflege: Chancen nutzen
 

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