Best Practice in der Pflege: Prof. Dr. Frank Weidner (Deutscher Pflegepreis 2013)

Im Rahmen unserer aktuellen Blogbeiträge nehmen wir uns noch bis zum Herbst den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern des Deutschen Pflegepreises an. Dabei klären wir Fragen wie: Worin besteht ihr Einsatz und für welche Kernaussagen stehen sie? Auf welche Errungenschaften blicken die Preisträgerinnen und Preisträger zurück und welche Vorhaben bestehen noch? Welche Bedeutung hat ihr Schaffen für unsere Gesellschaft und die deutsche Pflegelandschaft? Wir freuen uns darauf in die Geschichten dieser engagierten Menschen einzutauchen und nehmen Sie gerne mit. Da im Jahr 2014 kein Pflegepreis verliehen worden ist, machen wir mit dem Jahr 2013 weiter. Viel Spaß beim Lesen!

Das Wirken von Prof. Dr. Frank Weidner
Prof. Dr. Frank Weidner war im Jahr 2014 der stolze Gewinner des Deutschen Pflegepreises. Damit reiht er sich in eine Gruppe von überaus engagierten Persönlichkeiten ein, die sich als Wegbereiter der Pflegewissenschaft verdient gemacht haben. Weidner habe sich „[…] stets in hervorragender Weise für die Verknüpfung von Theorie und Praxis der Pflege eingesetzt und war in seinen Aktivitäten in der Lehre und Forschung immer auch pflegepolitisch sehr aktiv.", hieß es von Seiten des Deutschen Pflegerates (DPR) im Rahmen der Preisverleihung.
Lassen Sie uns einen Blick auf den Werdegang von Herrn Weidner werfen. Dieser schloss im Jahr 1986 am Knappschafts-Krankenhaus in Recklinghausen seine Ausbildung zum Krankenpfleger ab. Eine Dekade später war er bereits stellvertretender Geschäftsführer sowie Leiter vom Institut für Fort- und Weiterbildung beim Landesverband Niedersachsen des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK), Hannover. Kurz darauf, im Jahr 1997, ging es für ihn an die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen nach Köln. Hierher wurde er als Professor für Pflegewissenschaft berufen. Ab 2000 baute er als Gründungsdirektor schließlich das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) in Köln mit auf. Prof. Dr. Weidner baute seine Karriere weiter aus und wurde 2006 Gründungsdekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar (PTHV) sowie Lehrstuhlinhaber der Pflegewissenschaft. Seit 2009 ist er außerdem der Prorektor der PTHV. Wir ziehen unsern Hut vor seinem Schaffen, sagen „Danke!“ und freuen uns, dass seine Arbeit mit dem Deutschen Pflegepreis gewürdigt worden ist.

Darum geht es beim Deutschen Pflegepreis
Der Deutsche Pflegepreis geht seit 1999 (mit einigen Ausnahmen) jährlich an ausgewählte  Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich in besonderem Maße oder auf innovative Weise für die Pflege einsetzen bzw. sich öffentlich stark für die Pflege machen. Eine der Kernbotschaften des Deutschen Pflegepreises lautet “Pflege geht uns alle an”, womit das Thema Pflege aber auch das Hebammenwesen in die Mitte der Gesellschaft gerückt und Akteure angemessen wertgeschätzt werden sollen. Er stellt damit die höchste nationale Auszeichnung im Bereich der Pflege dar. Kriterien für die Nominierung einer Person und die Verleihung des Deutschen Pflegepreises an sie sind diese: Besondere Verdienste, Nachhaltigkeit, Einflussbereiche und Wirkungskreise sowie Diversity-Aspekte.
 
Mit diesen Preisträgerinnen und Preisträgern haben wir uns auch schon befasst:

Frau Prof. D. Kellnhauser (2019)
Herr Karl-Josef Laumann (2018)
Prof. Dr. Michael Isfort (2017)
Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein (2016)
Malu Dreyer (2015)

Aktuelle Bewertungen