Best Practice in der Pflege: Malu Dreyer (Deutscher Pflegepreis 2015)

Im Rahmen unserer aktuellen Blogbeiträge nehmen wir uns noch bis zum Herbst den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern des Deutschen Pflegepreises an. Dabei klären wir Fragen wie: Worin besteht ihr Einsatz und für welche Kernaussagen stehen sie? Auf welche Errungenschaften blicken die Preisträgerinnen und Preisträger zurück und welche Vorhaben bestehen noch? Welche Bedeutung hat ihr Schaffen für unsere Gesellschaft und die deutsche Pflegelandschaft? Wir freuen uns darauf in die Geschichten dieser engagierten Menschen einzutauchen und nehmen Sie gerne mit. 

Das Wirken von Malu Dreyer
Heute richten wir den Blick auf Malu Dreyer. Frau Dreyer ist Mitglied des Bundesrates und als Politikerin für die SPD als stellvertretende Vorsitzende tätig. Seit Januar 2013 ist sie Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz und damit die erste Frau, die dieses Amt in Rheinland-Pfalz bekleidet. Seit Mai 2016 führt sie noch dazu das erste rot-gelb-grüne Regierungskabinett des Landes an. Zudem ist sie die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder sowie die Vorsitzende des ZDF-Verwaltungsrats. Vor dem Aufstieg zur Ministerpräsidentin im Jahr 2013 war Malu Dreyer ca. 10 Jahre lang Sozialministerin. Doch blicken wir noch etwas weiter zurück: Schon im Jahr 2002 brachte Manu Dreyer die Initiative "Menschen pflegen" auf den Weg. Hierbei sollten sämtliche für die Pflege zuständigen Organisationen im Land vereint und die Situation der Betroffenen deutlich verbessert werden. Mit ihrer Arbeit als Sozialministerin hat sie also wichtige Meilensteine gesetzt. Vor allem die Initiative für eine Pflegekammer in Rheinland-Pfalz war herausragend. Dabei handelte es sich schließlich um die Gründung der ersten Pflegekammer in Deutschland. – Wir danken Frau Dreyer für ihre Arbeit und gratulieren zum Pflegepreis.

Pflegekammer Rheinland-Pfalz: etwas Hintergrundwissen
Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz stellt die gesetzliche Berufsvertretung sämtlicher Altenpfleger_Innen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger_Innen sowie der Gesundheits- und Krankenpfleger_Innen in Rheinland-Pfalz dar. Der Kammer-Beitritt der Auszubildenden in diesen Professionen ist freiwillig. Die Vereinigung startete die Arbeit offiziell am 1. Januar 2016.

Darum geht es beim Deutschen Pflegepreis
Der Deutsche Pflegepreis geht seit 1999 (mit einigen Ausnahmen) jährlich an ausgewählte  Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich in besonderem Maße oder auf innovative Weise für die Pflege einsetzen bzw. sich öffentlich stark für die Pflege machen. Eine der Kernbotschaften des Deutschen Pflegepreises lautet “Pflege geht uns alle an”, womit das Thema Pflege aber auch das Hebammenwesen in die Mitte der Gesellschaft gerückt und Akteure angemessen wertgeschätzt werden sollen. Er stellt damit die höchste nationale Auszeichnung im Bereich der Pflege dar. Kriterien für die Nominierung einer Person und die Verleihung des Deutschen Pflegepreises an sie sind diese: Besondere Verdienste, Nachhaltigkeit, Einflussbereiche und Wirkungskreise sowie Diversity-Aspekte.
 
Mit diesen Preisträgerinnen und Preisträgern haben wir uns auch schon befasst:

Frau Prof. D. Kellnhauser (2019)
Herr Karl-Josef Laumann (2018)
Prof. Dr. Michael Isfort (2017)
Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein (2016)
 

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